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Ein Pyrotechniker hat sein Feuerwerk im Kopf
Ralf Ovenbeck und Tobias Trell zünden zum Abschluss der Alfterer Großkirmes so genannte "Kugelbomben" - Rund zehn Minuten erhellt das Lichterspektakel den Himmel Von Martina Gnad Alfter. Nebel zieht durch Alfter. Die Luft ist feucht und der Wetterbericht hat Regenschauer für die Nacht angesagt. "Das macht uns nichts aus", erklärt Ralf Ovenbeck. "Für uns ist Wind gefährlicher."
Ovenbeck ist Pyrotechniker und Inhaber der Firma Ovenbeck Feuerwerke in Kerpen. Wie schon in den vergangenen Jahren veranstaltet er zusammen mit einem Kollegen das Abschlussfeuerwerk der Kirmes, das von den Schaustellern gesponsert wird. Das Feuerwerk soll um 22 Uhr gezündet werden.
Wenn es dunkel ist, soll es den Ort erhellen. Mit einer Dauer von acht bis zehn Minuten zählt das Spektakel eher zu den kleineren Feuerwerken, dennoch bedarf es einiger aufmerksamer Vorbereitungen. Wichtig für Ovenbeck und seinen Kollegen Tobias Trell ist zunächst einmal der Sicherheitsabstand zu den Zuschauern.
Dieser ist gesetzlich vorgeschrieben. Man nimmt die Steighöhe der Raketen und multipliziert sie mit 0,8. In Alfter kommen die Experten so auf einen Abstand von 70 Metern. Bei einem Feuerwerk wie in Rheinbach, bei dem die "Bomben" über 200 Meter hoch in den Himmel geschossen werden, ist der Abstand natürlich größer.
In Alfter baut Ovenbeck immer auf dem Schulhof der Anna-Schule seine Gerätschaften auf. Bereits ab 18.30 Uhr ist Ovenbeck vor Ort, denn es ist wichtig, dass der Aufbau und die Vorbereitungen noch bei Tageslicht über die Bühne gehen. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen. Für ein so genanntes Höhenfeuerwerk, wie es bei einer Kirmes zum Einsatz kommt, bevorzugt der Feuerexperte Kugel-, manchmal auch Zylinderbomben.
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