Begeisternde Farbenpracht ....
Ovenbeck Feuerwerke in 50171 Kerpen

 Ralf Ovenbeck
50171 Kerpen - 02237 / 63 87 90 oder mobil
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professionell und absolut sicher dank Feuerwerke Ovenbeck !

Letztes Update: 30.06.2010

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Ein Pyrotechniker hat sein Feuerwerk im Kopf

Ralf Ovenbeck und Tobias Trell zünden zum Abschluss der Alfterer Großkirmes so genannte "Kugelbomben" - Rund zehn Minuten erhellt das Lichterspektakel den Himmel
Von Martina Gnad
Alfter. Nebel zieht durch Alfter. Die Luft ist feucht und der Wetterbericht hat Regenschauer für die Nacht angesagt. "Das macht uns nichts aus", erklärt Ralf Ovenbeck. "Für uns ist Wind gefährlicher."

Ovenbeck ist Pyrotechniker und Inhaber der Firma Ovenbeck Feuerwerke in Kerpen. Wie schon in den vergangenen Jahren veranstaltet er zusammen mit einem Kollegen das Abschlussfeuerwerk der Kirmes, das von den Schaustellern gesponsert wird. Das Feuerwerk soll um 22 Uhr gezündet werden.

Wenn es dunkel ist, soll es den Ort erhellen. Mit einer Dauer von acht bis zehn Minuten zählt das Spektakel eher zu den kleineren Feuerwerken, dennoch bedarf es einiger aufmerksamer Vorbereitungen. Wichtig für Ovenbeck und seinen Kollegen Tobias Trell ist zunächst einmal der Sicherheitsabstand zu den Zuschauern.

Dieser ist gesetzlich vorgeschrieben. Man nimmt die Steighöhe der Raketen und multipliziert sie mit 0,8. In Alfter kommen die Experten so auf einen Abstand von 70 Metern. Bei einem Feuerwerk wie in Rheinbach, bei dem die "Bomben" über 200 Meter hoch in den Himmel geschossen werden, ist der Abstand natürlich größer.

In Alfter baut Ovenbeck immer auf dem Schulhof der Anna-Schule seine Gerätschaften auf. Bereits ab 18.30 Uhr ist Ovenbeck vor Ort, denn es ist wichtig, dass der Aufbau und die Vorbereitungen noch bei Tageslicht über die Bühne gehen. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen. Für ein so genanntes Höhenfeuerwerk, wie es bei einer Kirmes zum Einsatz kommt, bevorzugt der Feuerexperte Kugel-, manchmal auch Zylinderbomben.

Diesmal hat Ovenbeck nur Kugelbomben dabei. Diese werden in Glasfiebermörser gesteckt, die an Holzplanken befestigt sind. Die Mörser zu sichern ist extrem wichtig, denn wenn ein Mörser umfallen würde, würde die Bombe nicht in die Höhe, sondern in die Zuschauer schießen, wie es bei dem Unfall beim Lichterfest in Dortmund geschehen ist.

Danach wird die Zündschnur an den Bomben befestigt. Immer fünf Kugelbomben hängen an einer Zündschnur. Zeitverzögerer zwischen ihnen sorgen dafür, dass sie nicht alle gleichzeitig in den Himmel schießen. Während des Feuerwerks kontrollieren Ovenbeck und Trell, ob auch wirklich jede Bombe gezündet hat.

Dazu müssen sie eigentlich nur aufmerksam nach oben blicken. "Der Zuschauer merkt nicht, wenn ein Schuss fehlt, aber mir fällt das sofort auf", so Ovenbeck. Ein richtiger Pyrotechniker hat sein Feuerwerk eben im Kopf. Darum ist es auch sinnvoll, dass nicht jeder ein Feuerwerk abbrennen darf.
 

alfter

Dazu braucht man eine Prüfung zum Pyrotechniker. Zu dieser Prüfung wird nur zugelassen, wer zuvor drei Jahre lang bei einem Profi gelernt hat und bei mindestens 26 Feuerwerken selbst dabei war. Außerdem müssen bei jedem Feuerwerk mindestens zwei Leute vor Ort sein: Zum einen werden die Bomben oft zeitgleich gezündet, zum anderen dürfen die Feuerwerkskörper niemals unbewacht bleiben.

Auch Feuerwehr und Rettungsdienst sind immer in der Nähe. Passiert ist bei Ovenbecks Feuerwerken zum Glück noch nie etwas. "Man braucht Respekt, aber man darf keine Angst haben", sagt er. Trell sieht das ähnlich: "Beim Anbrennen der Zündschnur kann es schon mal Funken geben, aber wer dann ängstlich wegläuft, ist fehl am Platz."

An diesem Montagabend geht alles gut, und die Zuschauer erleben wunderbare Lichteffekte am Himmel über Alfter. Zehn Minuten Glück für die Besucher der Kirmes bedeuten allerdings jede Menge Arbeit für Ovenbeck und seinen Kollegen.

Nach dem Feuerwerk muss schließlich auch der Schulhof wieder gründlich aufgeräumt werden. Aber zumindest hält in dieser Nacht das Wetter. Gerade als Ovenbeck die letzte Kiste in seinem Wagen verpackt hat, beginnt es zu regnen. Aber da ist der Feuerzauber ja schon lange vorbei - bis zum nächsten Jahr, am Ende der Alfterer Kirmes.

(20.09.2006)